Südharzerinnen investieren viel, doch der Lohn ist überschaubar

VTS-Damen unterliegen bei den Weserbergland Volleys knapp mit 2:3

(01.03.2020) Bad Münder. Die Verbandsligavolleyballerinnen des VT Südharz müssen weiter um den Klassenerhalt bangen. Bei den ebenfalls abstiegsbedrohten Weserbergland Volleys in Bad Münder unterlagen die VTS-Damen nach einem dramatischen Spiel mit 2:3 und stehen vor dem letzten Spieltag auf dem Relegationsplatz. Die Gastgeberinnen überholten durch den Erfolg die Südharzerinnen und haben jetzt zwei Zähler Vorsprung.

„Das war für uns alle eine Höllenfahrt der Emotionen. Wir haben extrem viel investiert, wurden am Ende aber nicht belohnt“, blickte Trainer Maik Fritzsche auf die zweistündige Partie zurück. Dabei sah es zunächst gut aus für die Gäste. Zwar war der Kader mit acht Damen knapp, dafür aber qualitativ stark besetzt. Als taktische Maßnahme hatte Fritzsche allerdings Jana Großkopf, die sich normalerweise die Liberaposition mit Christine Vollbrecht teilt, in der normalen Rotation aufgestellt.

Starker Start des VTS

Der Start gelang den Südharzerinnen bestens, im ersten Satz lagen sie stets in Front. Über gute Aufschläge, eine sichere Annahme und zielstrebige Angriffe wurden die Punkte eingefahren, mit 25:19 ging der Durchgang auf das VTS-Konto. Zu Beginn des zweiten Satzes folgte jedoch der Schock: Zuspielerin Sophie Barke verletzte sich am Knie und konnte nicht weiterspielen – die Aufstellung wurde so komplett durcheinandergewirbelt.

Edlira Komata übernahm das Zuspiel, Großkopf kam auf der Diagonalposition zum Einsatz. Bis sich das Team neu gefunden hatte, dauerte es – Weserbergland nutzte das kompromisslos aus (11:25). „Der Schock saß tief“, berichtete Fritzsche. Umso bemerkenswerter war die Reaktion im dritten Satz. Die Südharzerinnen kämpften mit jeder Menge Herzblut, behielten auch in der knappen Schlussphase den Überblick und holten sich mit 25:23 die 2:1-Satzführung. „Das war eine fantastische Leistung mit einer tollen Moral“, lobte der Coach sein Team.
Nur ein Satz fehlte nun, um sogar drei Punkte einzufahren. Doch die Weserbergland Volleys mobilisierten nun ihrerseits alle Reserven und hatten in den entscheidenden Phasen des vierten Abschnitts das Spielglück auf ihrer Seite. Bis in die Schlussphase war es eng (18:19), dann setzten sich die Gastgeberinnen ab (19:25).

Achterbahnfahrt im Tiebreak

Die Entscheidung musste im Tiebreak fallen – und vieles deutete auf einen VTS-Erfolg. Die Südharzerinnen legten einen Blitzstart hin, führten mit 7:0 und 8:1. „Eigentlich müssen wir das nach Hause bringen“, ärgerte sich Fritzsche anschließend. Denn was folgte, war die komplette Wende: „Ehe wir wirklich wussten, warum, stand es 8:11.“
Beim 10:14 schien das Spiel schließlich verloren, doch einmal bäumten sich die VTS-Damen noch auf und kamen auf 13:14 heran. Der letzte Punkte ging jedoch an die Gastgeberinnen. „Ich kann dem Team wirkliche keinen Vorwurf machen, alle haben toll gekämpft. Umso bitterer ist es, mit fast leeren Händen nach Hause zu fahren“, seufzte der Trainer.

VTS: Feistner, Schijan, Komata, Vollbrecht, Großkopf, Schirmer, Barke, Witzke.

Quelle: Harz Kurier

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